Unveröffentlichte Episoden aus dem Reiche Himmelblau 2

Die Reichsapfelaffäre – Abreise mit Hindernissen

Früh am Morgen, auch die Lappeenrantas sind bereits aufgestanden, sitzen sie gemeinsam beim Frühstück. Alle möchten natürlich die Jungs gebührend verabschieden. Florinda und Tarja haben ihnen gemeinsam ein Bild gemalt auf denen Friedrich und Balduin bei der Reichsapfelernte zu sehen sind. Heide von Röschen hatte bereits gestern Abend, nach einigen Diskussionen und Widerreden der Burschen, dann doch die Rucksäcke fertig gepackt und diese in der Eingangshalle deponiert. Die Fischblasenbälle für die täglichen Flügelspiel-Übungen, auf die besonders Friedrich nicht verzichten wollte, hat sie Baron Wangenrot übergeben und ihn gebeten sich darum zu kümmern, denn im Gepäck der Jungs sei kein Platz mehr, hatte sie trocken gemeint und ihn verdutzt stehen gelassen. Nach dem Frühstück sind alle Abflugbereit. Birger wartet aufgeregt, die Karte studierend, in der Eingangshalle auf die anderen. Königin Rosaschnabel umarmt ihre Jungs heftig glückwünschend mit ein paar Tränchen die ihr über den Schnabel laufen, denn ihre Jungs waren noch nie solange weg gewesen und Schnabelfroh gibt ihnen noch ein paar wichtige Tipps und spricht einige ermahnende Worte. Florinda und Tarja verstauen sorgsam ihr Bild noch in Friedrichs Rucksack und Finnja steckt Birger ein paar selbstgebackene „Korvapuusti“ zu, um die Reise etwas zu versüßen, denn Zimt meint sie lächelnd, hält bei Laune. Birger verstaut sie griffbereit ganz oben in seinem Rucksack. Nun ist es soweit und alle schnallen sich ihre Rucksäcke auf den Rücken. Im Tumult ist niemanden aufgefallen, dass Baron Wangenrot noch nicht zugegen ist. Erst als mit einem lauten Pfiff er prustend und schnaubend mit zwei Rucksäcken, einen Ball links und einen rechts unter den Flügel geklemmt, denn Dritten am Schnabel balancierend in die Eingangshalle gestürzt kommt, fällt es den anderen auf. Lachend, denn man sollte sich das Szenario einmal vorstellen, empfangen sie den aufgelösten Baron Wangenrot, der seinem Namen wieder einmal alle Ehre macht. Schwitzend wirft er seine Rucksäcke auf den Boden und entschuldigt sich wegen seiner Verspätung, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass Heide von Röschen daran schuld sei, denn sie hätte ihm die Bälle einfach ohne zu Frage übergeben und er sei damit restlos überfordert. Dass er zwei Rucksäcke benötige liege daran, meint er und etwas Schamesröte steigt ihm in die Wangen die sie noch röter erscheinen lassen, läge daran, dass er ja das Reich Himmelblau repräsentieren müsse und sich deshalb standesgemäß kleiden und herauszuputzen habe. Den wahren Grund des zweiten Rucksackes verheimlicht er geflissentlich. Schnabelfroh, ganz majestätisch und wohl wissend beruhigt ihn, aber nicht ohne sich ein Lächeln verkneifen zu können. Schnell hat er eine Lösung parat und ruft nach Johannes von und zu Beere, der gerade im Garten seine neue Hortensien-Züchtung begutachtet. „Beere kommen Sie einmal her. Die Hortensien wachsen auch ohne Sie“, meint er scherzend. Johannes von und zu Beere folgt etwas pikiert dem Befehl seines Königs und erscheint mit Gartenschürze in der Eingangshalle. „Herr von und zu Beere“, beginnt Schnabelfroh, “ich habe beschlossen, dass Sie die Reisegesellschaft begleiten sollten, da Sie ja als Haushofmeister nebst Baron Wangenrot hier am Hof eine wichtige Position bekleiden. Packen Sie rasch einen Rucksack und achten Sie darauf nicht zu viel mitzunehmen, denn sie dürfen Wangenrots zweiten Rucksack mitnehmen, denn der enthält einen wichtigen Inhalt, Staatgeschäfte, Sie verstehen“, erklärt er sich das lachend verkneifend. Baron von und zu Beere fühlt sich geehrt über so viel Verantwortung und verlässt rasch die Eingangshalle, um dem Befehl seines Königs nachzukommen und den Rucksack zu packen. Wangenrots Gesichtsfarbe ist bereits in ein tiefes Rot getaucht, denn er hat sich zu Recht von seinem König ertappt gefühlt. Es dauert nicht lange und Herr von und zu Beere ist startbereit. Seinen Rucksack am Rücken, darauf seinen Zylinder geschnallt, erscheint er in der Eingangshalle. Nun noch Wangenrots Rucksack vor dem Bauch befestigt und er ist fertig. Jeder der Jungs montiert sich noch einen Ball auf den Rücken und Wangenrot muss, zur Strafe auch einen transportieren. So fliegt die illustre Gesellschaft unter Zwitschern und Abschieds-Gepfeife los in Richtung „Weitweg“.

Unveröffentlichte Episoden aus dem Reiche Himmelblau 1

Die Reichsapfelernte – Reisevorbereitungen

Im Reiche Himmelblau herrscht reges Treiben und helle Aufregung. Heide von Röschen ist besonders in Hektik und hat wieder einmal ihr „gutes“ Schuhwerk, die Turnschuhe ausgepackt, die sie ansonsten nur für die ausgiebigen Shoppingtrips ihrer Majestät Königin Rosaschnabel zu tragen pflegt. Gestern haben nämlich König Schnabelfroh und seine Minister beschlossen die Zwillingssöhne, Friedrich und Balduin, zur Schulung des königlichen Nachwuchses, ins Land „Weitweg“ zu schicken. Dort sollen sie an der Reichsapfelernte teilnehmen und die Lieferanten der kostbaren Ware, der königlichen Insignien, kennenlernen. Baron Wangenrot wurde angehalten die beiden als Apfelmeister und Kenner der Materie auf dem langen Weg zu begleiten. Der Hinflug dauert eine ganze Woche und so ist auch Birger dazu verpflichtet worden der Reisegesellschaft zu folgen, denn er ist der beste Jäger am Hof und somit verantwortlich für die Verpflegung der Truppe. Schon morgen soll es losgehen. König Schnabelfroh hat schon frühmorgendlich seinen Kurier und Meister im Langstreckenflug, Adam Kuckuck losgeschickt, um die Gefolgschaft in „Weitweg“ anzukündigen und sich dort um standesgemäße Unterkünfte zu kümmern. Heide von Röschen ist für das Gepäck der Burschen verantwortlich und das ist nicht einfach. Mit Schweißperlen auf der Stirn betrachtet sie ratlos den Haufen an Klamotten und Spielzeug, den ihr die beiden auf ihre Betten geworfen haben. Das passt auf keinen Fall in zwei Rucksäcke, reüssiert sie und wischt sich mit ihrem, mit Heideröschen verzierten Taschentuch, das ihr Rupertus zum Jahrestag geschenkt hatte, die immer mehr werdenden Schweißperlen vom Schnabel. Sie wühlt in den achtlos durcheinander geworfenen Kleidungsstücken und versucht vorerst einmal Ordnung in die Dinge zu bringen. Sie sortiert, gustiert, legt sorgsam eines auf das andere und hängt Unnötiges wieder zurück in den Kasten. Die beiden brauchen flugtaugliche Reisekleidung, königliches Outfit für den Empfang und die Besprechungen mit den Apfelverantwortlichen und bequeme Apfelpflückkleidung. Röschen rauft sich die Federn, denn es ist nicht leicht alles Nötige in jeweils einen Rucksack zu packen. Währenddessen ist Baron Wangenrot ebenfalls am Packen. Seine größte Sorge ist es, wie er denn seinen geheimen Reiseproviant noch mit verstauen und sein Unterfangen vor seiner Gattin geheim halten könnte. Er isst leidenschaftlich gerne und kann sich nicht vorstellen, sich während der Reise nur von ordinärem Fisch zu ernähren. Birger hingegen ist guter Dinge und freut sich schon auf das Abenteuer, denn er ist noch nicht weit über die Grenzen des Reiches hinausgekommen und schon sehr neugierig. Intensiv studiert er die Karte mit der eingezeichneten Reiseroute, die ihm Baron Wangenrot feierlich überreicht hatte und notiert Flugzeiten bis zu den jeweiligen Teichen für die Versorgung der Truppe. Alles easy, denkt er sich und steckt die Karte in die Außentasche seines Rucksackes.

Aus meinem Buch BEONIMUS RABENBEIN erzählt „Seemannsgarn & Küchenlatein“

Spätsommer in Federritz

Die idyllische Stadt Federritz liegt direkt an der Küste Frankreichs. Dort leben Charlotte und Friederike. Sie sind beste Freundinnen schon seit der Schulzeit, denn ihr kleiner Makel pummelig zu sein, hat die beiden schon in der ersten Klasse zusammengeschweißt. „Wir gegen den Rest der Welt“, war und ist ihr Credo. Heute gehören sie zu den bestangezogenen und meist bewunderten Fräuleins der ganzen Stadt. Ihr wohl behütetes Geheimnis ist Fräulein Adele, die ihr Geschäft in einer der schmalen Seitengassen abseits der Shoppingmall ihr Eigen nennt. Mit frisch poliertem Schnabel, gelackten Krallen und auf das Feinste herausgeputzt, ganz Fashionista mäßig, machen sich die beiden auf den Weg. Heute ist der erste Tag des alljährlichen Summer Sale und da ist es ein absolutes Must sich in der Stadt, an der der Seeuferpromenade, sehen zu lassen. Schon ganz früh am Morgen treffen sich die beiden an ihrem angestammten Treffpunkt, denn sie leben circa zehn Flugminuten voneinander entfernt. Charlotte eingehüllt in einen grünen, getupften Jumpsuit mit farblich abgestimmten Accessoires und Friedericke in einem Hauch von rotgefüttertem Netzkleidchen und einer Tasche, die einen frischen Kontrapunkt zu dem Outfit setzen soll. So gestylt und fröhlich zwitschernd fliegen sie in die Stadt. Dort ist noch alles ruhig, nur die Lieferanten sind schon auf dem Weg, um ihre Ware auszuliefern. Sie fliegen über den noch leeren Kirchplatz und biegen in eine kleine, dunkle Gasse ein. Bei einem unscheinbaren Geschäft, das von außen etwas heruntergekommen wirkt, machen sie halt und läuten an der Türglocke. Die Tür öffnet sich und Fräulein Adele, eine schick herausgeputzte Mitvierzigerin, öffnet ihnen freudig lächelnd. Schon beim Eintreten in die prunkvollen Räumlichkeiten bleibt den beiden der Atem stocken, denn auf Regalen, die sich durch die Last der vielen Stoffballen nur so biegen, liegen die prachtvollsten Stoffe. Aus den Laden hängen fein säuberlich aufgereiht, Spitzen und Bänder gefertigt aus unterschiedlichsten Materialien, Farben und Macharten. Die beiden sind wieder einmal überwältigt vor sie viel Fülle, Schönheit und Eleganz, die den Duft der weiten Welt förmlich greifbar machen. Fräulein Adele bietet ihnen, um die beiden etwas zu beruhigen, einige herrliche Wurmsushis, Canapés belegt mit Lachstatar und frische Austern an. Dazu serviert sie ein Gläschen Prosecco zur Entspannung. Fräulein Adele hat sich wieder einmal selbst übertroffen, denn die Stoffe die sie in Italien bei Servace DEM Modedesigner gekauft hat, sind bereits aus der nächstjährigen Sommerkollektion. Charlotte und Friederike erkennen sie sofort, denn in der letzten Ausgabe der Cosmopolitan wurden sie ausgiebig präsentiert. Fräulein Adele nimmt sofort Maß und lobt die beiden, da ihr Hüftumfang unverändert und sie nun sofort mit den schon notierten Maßen ans Werk gehen kann. Vorerst drapiert sie außerordentlich professionell diverse Stoffe um die Körper der beiden und bespricht die Schnitte, natürlich die für die kommende Saison. Ganz im Trend lägen weich fallende Jerseykleider und weite Hosenanzüge, meint sie. Die beiden sind begeistert und Charlotte entscheidet sich spontan für ein Kleid, Friederike, überaus selig, für den Hosenanzug. Während sich Fräulein Adele frisch ans Werk macht, ihre Nähmaschine in Gang setzt und zu nähen beginnt, können sich die beiden fröhlich snackend, an der neuesten Kollektion an Handtaschen von Alfonso die Mano und Schuhen von Gianni di Piede verlustieren. Nach einigen Anproben und weitern Gläschen Prosecco sind die Kleidungstücke fertig. „Ein absolutes Träumchen“, schwärmen die beiden und ausgestattet mit passenden Accessoires verlassen die sie frisch herausgeputzt und äußerst fröhlich den kleinen Laden Adeles. Ein ganzer Monatslohn ist über den Ladentisch gewandert, den sich die beiden vom Urlaubsgeld abgespart haben. Sie fliegen auf den Kirchplatz in Richtung Seepromenade, gerade zur richtigen Zeit, denn die Straßencafé sind bereits gefüllt mit einkaufslustigen Mädchen und deren Verehrer. Man kann sich die erstaunten Gesichter und die offenen Schnäbel der anderen vorstellen, als Charlotte und Friederike betont langsam und vornehm, mit den Schwanzfedern wackelnd, die Promenade entlang stöckeln. Wieder einmal sind sie der Hingucker der ganzen Stadt und Sebastian Fink, Klatschreporter der Stadtzeitung „Federritz aktuell“, kann nicht umhin die beiden posierenden Mädels ins rechte Licht zu rücken. Er fotografiert und notiert sich alle Einzelheiten und die beiden verstehen ihn bei Laune zu halten. Über die Frage, woher sie die wundervollen Kreationen haben, halten sie jedoch still, denn das bleibt ihr wohlbehütetes Geheimnis.

Aus meinem Buch BEONIMUS RABENBEIN erzählt „Seemannsgarn & Küchenlatein“

Ferdi der Termitenschreck

Die junge Königin Sofia, von ihrem Volk liebevoll Sofal genannt, hat vier Kinder, Drillinge und Ferdinand, der erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt hatte. Alles Jungs, die ihrem Mann König Leo wie aus der Feder geschnitten ähnlichsehen. Zu gerne hätte sie ein Mädchen, denn die ungestümen Jungs halten sie den ganzen Tag auf Trab. An eine Shoppingtour in die nächstgelegene königliche Hauptstadt ist derzeit überhaupt nicht zu denken. Heute ist Montag und ihr Gemahl auf Reichsbesichtigung und Handelsbesprechung, so beschließt sie mit Ferdi, der eigentlich Ferdinand heißt, und den Jungs vor der königlichen Voliere dem Kleinen das richtige Bedienen der Flügel beizubringen. Ferdi ist ganz aufgeregt und flattert heftig flügelschlagend neben den anderen her. Auf diesen Tag hat er schon lange gewartet, denn er will auch endlich mit seinen Brüdern die Umgebung erkunden und nicht tagtäglich mit seinem Kindermädchen Tischdeko basteln, denn das ist die Passion seiner Nanny. Die hatte nämlich vorher die ehrenvolle Aufgabe sich täglich und vor allem bei den höfischen Banketten, um die Tischgestaltung zu kümmern. Diesen Beruf liebt sie mehr und so kommt Ferdi täglich in den Genuss Blätter zu Krönchen zu falten, Zweige mit Blümchen zu dekorieren und Vasen in kunstvolle Gestecke zu verwandeln. Sofia klettert mit ihren Jungs hoch in die erste Etage der Voliere, denn aus dieser Höhe ist es für Ferdi leichter und ein etwaiger Absturz nicht gefährlich. Sie ist guter Dinge, denn das selbe Prozedere hatte sie schon mit ihren Drillingen und das war für sie nicht die leichteste Übung, denn drei wilde Jungs im Auge zu behalten bedarf schon einer ausgeklügelten Logistik. So klettert sie vergnüglich mit ihren Jungs den Ast bis zur ersten Etage hinauf. Dort wo ein besonders biegsamer Ast hinausreicht, denn das ist das Sprungbrett für den kleinen Schwimm- und Fischfangteichteich, den Sofia schon vorsorglich am Vortag hat zudecken lassen, von dort aus soll Ferdi mit seinen Flugübungen beginnen. Zuerst fliegt Tadeus, der älteste der Drillinge weg und landet mit kleinen Pirouetten auf der Wiese neben dem Teich. Dann startet Gustav, fliegt hoch hinauf, um im Sturzflug nach unten zu fliegen, und auch er landet geschickt auf der Wiese. Mit offenem Schnabel beobachtet Ferdi gespannt und aufmerksam seine Brüder. Anschließend flattert der Jüngste der Drillinge Berthold zum obersten Ast der Voliere, fliegt los und segelt gekonnt zu seinen Brüdern auf die Wiese. „Nun du Ferdi“, meint Sofia sanft, „nicht so stürmisch wie deine Brüder. Einfach mit den Flügeln schlagen und dann mit kleinen Flügelbewegungen landen.“ Ferdi trippelt langsam seitlich den Ast entlang bis ganz an dessen Ende. Dort steht er und blickt aufgeregt zu seinen Brüdern nach unten, die ihn unter heftigen Gezwitscher und aufmunternden Worten anfeuern. Ferdi spreizt die Flügel, stoßt sich mit seinen Beinchen ab und fliegt unter heftigem Flattern los. Er fliegt und fliegt und fliegt, bis über die Köpfe seiner Brüder hinweg. Sofia ruft ihm zu nun doch seine Flügelbewegungen zu verlangsamen und endlich zu landen. Doch Ferdi kann vor Aufregung den Befehlszwitscherer seiner Mutter nicht hören. Er flattert so heftig, dass schon seine Flügel langsam zu schmerzen beginnen. An sanfte Landung ist jetzt nicht mehr zu denken. Ferdi schließt die Augen und macht es seinem Bruder Gustav gleich. Er senkt den Kopf, legt seine Flügel dicht an den Körper und im Sturzflug geht’s abwärts. Mit einem lauten Knirschen landet Ferdi unsanft am Boden. Als er die Augen öffnet findet er sich kopfüber mit dem Schnabel in einem Termitenhaufen steckend und natürlich wortlos, was sonst. Gut, dass seine Familie seinen Flugübungen gefolgt ist und ihn gleich gefunden hat, denn um Hilfe zwitschern hätte er in seiner misslichen Lage nicht gekonnt. Sofia zieht ihren Kleinen, unter heftigem Gelächter seiner Brüder, aus dem Haufen und putzt ihm liebevoll seine Kopffedern. „Nicht schlecht für den Anfang“, zwitschert sie und muss sich auch das Lachen zurückhalten. „Du wirst mit Sicherheit ein guter Fischjäger, denn den einzigen Termitenhaufen in der Gegend zu treffen ist auch eine Kunst.“ Noch heftig Prustend fliegen die Fünf zurück zur königlichen Voliere. Ab diesem Tag wird Ferdi von seinen Brüdern nur noch Termitenschreck genannt und Ferdi gefällt das außerordentlich. Jetzt soll doch die Nanny ihre Basteleien selber machen, denkt er sich glücklich, denn er will üben, um der beste Fischjäger im ganzen Königreich zu werden.

Aus meinem Buch BEONIMUS RABENBEIN erzählt Klatsch & Tratsch

Karlsson und Finnegan
In einem Land, in der die Sprache genauso schwer zu verstehen ist wie die Anzahl der Mücken zu zählen, wohnen in einem kleinen Kiefernwäldchen Karlsson und Finnegan mit ihrer Großfamilie in einem komplexen Erdbau. Karlsson ist der Älteste der Brüder und alle anderen Geschwister sind Mädchen. So haben sich Karlsson und Finnegan, der in der Familie der Jüngste ist, solidarisch zusammengeschlossen, denn zwei Brüder müssen zusammenhalten, meint Karlsson. Er hat so seine eigene Strategie entwickelt, um dem Mädchenvolk in seiner Familie aus dem Weg gehen zu können, denn die tagtäglichen nicht enden wollenden Gespräche und Diskussion über Fell- und Nagelpflege, Nasenpolitur und Lippenbalsam gingen ihm schön langsam kräftig auf die Nerven. So hat er begonnen sich hauptsächlich und intensiv mit dem Phänomen „Fliegen“ zu beschäftigen. Der Grund, dass er sich damit beschäftigt, ist mitunter auch sein Name, den seine Eltern, nachdem sie im Kino den Film, „Karlsson vom Dach“, gesehen, für ihn ausgesucht hatten. Da in diesem Film der kleine Karlsson fliegen kann, will auch er das Fliegen erlernen. So ist er ganz froh, als Finnegan zur Welt kam, denn zu zweit macht alles viel mehr Spaß. Die beiden wurden sofort beste Brüder und unzertrennlich. Karlsson lernt Finnegan alle lebensnotwendigen Tricks, um in der Mädchenschar halbwegs ungeschoren über die Runden zu kommen, und ohne zu einem Versuchskaninchen für die neuesten Schminkproben zu mutieren. So haben die beiden Zeit, sich mit dem Fliegen zu beschäftigen. Karlsson hat schon lange eine Idee, wie es gelingen könnte. Er will und meint ganz fest, dass es funktionieren könnte, seinen Schwanz als Propellermotor benutzen. Er bindet mit Hilfe von Finnegan seinen Schwanz ganz nach oben und befestigt am Ende eine propellerartige Konstruktion, die er gemeinsam mit Finnegan aus den Kunststoffresten der Lippenstiftverpackungen seiner Schwestern gebastelt hatte. Ein kräftiger Windstoß soll den Propeller zum Drehen bringen und er würde dann mit lassoartigen Bewegungen seines Schwanzes, den Propeller am Laufen halten. Leider scheitern seine Versuche immer wieder daran, dass er nicht genug Höhe gewinnen kann. Entweder liegt es daran, dass der Windstoß zu schwach ist, seine Lassobewegungen nicht schnell genug sind oder er zu viel gegessen hat. Sie können leider die Ursache dafür nicht eruieren. Fakt ist, Karlsson hebt zwar ab, landet jedoch immer wieder, Schnauze in die Erde bohrend, am Boden. Finnegan findet das sehr lustig und wälzt sich jedes Mal Bauch haltend und prustend am Boden und meint, dass er eher wie eine Wühlmaus aussehe als wie eine gewöhnliche Feldmaus. Ab sofort nennt Finnegan seinen Bruder scherzhaft Karlsson Wühlpilot und Karlsson findet das so lustig, dass er seinen Bruder bittet Fotos zu machen und die besten auf mausbook zu posten. Schnell wurde Karlsson, der Überflieger im virtuellen Netz und vergisst völlig, dass er eigentlich fliegen wollte, denn jetzt probt er die besten und lustigsten Abstürze.

Kurzgeschichte aus meinem Buch „BEONIMUS RABENBEIN“ Klatsch und Tratsch

Malgorzata Kranichovskaja

An der Ostseeküste, dort wo der Fluss Oder in das Stettiner Haff mündet, lebt Malgorzata. Ein herrlicher Ort für Wasservögel, denn es gibt Süß- und Salzwasser, wenn man Wasser mag. Malgorzata mag es nicht, naja, mit den Füßen bis maximal zu den Knöcheln, das geht, aber mehr kann sie sich nicht vorstellen. Sie findet das Wasser kalt und vor allen Dingen zu nass. So hatte sie schon lange beschlossen, sich hauptsächlich vegetarisch zu ernähren, denn da muss sie nicht ins Wasser gehen. Manchmal gibt es Froschschenkel, falls ihr einmal ein Frosch aus lauter Übermut vor den Schnabel springt. Sie hat nicht viele Freunde bei den Langstelzern, da sie auch nicht schwimmen kann. Malgorzatas Freunde sind Schwalben und Stare, denn denen ist ihre Eigenheit gar nicht peinlich. Das Leben mit ihren Freunden an der Ostseeküste macht Malgorzata grundsätzlich Spaß, wenn da nicht immer der kalte Wind wäre. Wahrscheinlich liegt ihre Kälteempfindlichkeit daran, dass ihr Vater ein Storch war, und sie deshalb etwas anders ist, als die anderen Kraniche. Nach langer, langer Planung beschließt Malgorzata eines schönen Herbstages, noch bevor es zu kalt werden würde, in eine wärmere Region zu ziehen. Schon lange liebäugelt sie mit Florida, denn dort soll es das ganze Jahr über warm sein, das haben ihr so einige Zugvögel im Vorbeiflug zu gezwitschert. Über ein Jahr lang hat sie schon ihre Reise vorbereitet, heimlich, denn sie wollte nicht, dass ihr das Vorhaben von ihren Freunden wieder ausgeredet wird. Sie hat sich das Buch Zwitschern in Florida leicht gemacht besorgt, die Sprache gelernt und sich über die Reiseroute genauestens informiert. So packt sie ihre sieben Sachen in einen Rucksack und macht sich eines Morgens ganz früh auf den Weg. Malgorzata kann zwar nicht schwimmen, aber sehr gut und ausdauernd fliegen. Sie hat sich bei den Zugvögeln genau erkundigt, wo sie Rast machen und ihre Vorräte auffüllen kann. Nun ist es endlich soweit. Sie kritzelt mit ihrem Schnabel eine Nachricht an ihre Schilftür, denn sie will nicht, dass sich ihre Freunde Sorgen um sie machen und startet ihre lange Reise. Es sind fast achttausendundvierhundert Kilometer bis Miami Beach, denn das ist ihr genaues Ziel. Von Polen bis an die französische Küste ist es leicht, denn es gibt viele Rastplätze. Schwierig wird es erst dann, wenn sie von der Westküste Frankreichs über das große Meer fliegen muss. Dort kann sie erst wieder auf den Azoren haltmachen, einer Inselgruppe, die im ersten Drittel der Wegstrecke über den großen Ozean liegt. Ihr Plan ist, ein Monat in einer kleinen Stadt an der französischen Westküste zu verbringen, um Kraft zu tanken. So fliegt sie also in die westfranzösische Stadt. Dort haben sich viele Zugvögel versammelt, die sich ebenfalls nochmals ausrasten und ihre Vorräte auffüllen. Sie bieten Malgorzata an mit ihnen in der Schar mitzufliegen, weil es so sicherer für sie wäre, meinen sie. So erreicht Malgorzata in der großen Vogelschar sicher die Azoreninseln. Nach ein paar Tagen Rast und ausgiebigem Essen fliegen sie weiter zu den Bahamas, von dort aus werden es nur noch 90 Meilen bis an die Südspitze Floridas sein. Von hier aus muss nun Malgorzata alleine fliegen, denn die Vogelschar fliegt eine ganz andere Route. Sie ist aufgeregt, denn jetzt ist sie auf sich alleine gestellt. Sie verabschiedet sich flügelschlagend bei den anderen, füllt ihre Vorräte auf und macht sich auf den Weg. Sie hat von den anderen gelernt, wie man die Thermik und den Wind für sich nutzt, um so Energie und Kraft zu sparen. Alleine ist es natürlich viel schwieriger, da man nicht im Windschatten der anderen fliegen kann. Doch Malgorzata hat Glück und der Wind steht gut. So erreicht sie schlussendlich ohne Schwierigkeiten Key West, die südlichste Spitze Floridas. Weiter über die Everglades, wo sie auf keinen Fall Rast machen will, denn sie sieht schon von oben riesige Alligatoren, die sich in der Sonne räkeln, deshalb geht es direkt weiter nach Miami. Bald erreicht sie Miami Beach, ihr erklärtes Ziel. Sonne, Strand und Meer. Sonne und Strand hätten Malgorzata genügt, Meer müsste nicht sein, aber es ist herrlich warm hier. Am Strand tummeln sich die Möwen und versuchen bei jeder Welle die von ihr auf den Strand gespülten Muscheln zu ergattern. Das ist gut, denkt sie Malgorzata, da brauch ich mir nur die Füße nass zu machen, mehr nicht, und ich habe delikates Essen in Hülle und Fülle. Sie sucht sich eine nette leerstehende Behausung am Strand und richtet sich häuslich ein. Die laute moderne Vogelkolonie mit all den luxuriös ausgebauten Vogelnestern, gefällt ihr. Zuerst will sie sich ausruhen, um dann am kommenden Morgen nach außergewöhnlichem Strandgut zu suchen und ihre Behausung etwas aufzupeppen. Die Nacht war leider kurz, denn der Lärm der Nachtschwärmer ist für sie noch gewöhnungsbedürftig. Sie stolziert am nächsten Morgen, etwas müde jedoch hoch motoviert, den Strand entlang und findet so allerhand Nötiges und Unnötiges, das die Menschen am Vortag liegengelassen hatten. Einen Hut, Muscheln, eine Plastikschaufel, Sonnencreme, rosa Kinderbadeschlappen, ein Eimerchen, 2 kleine Sandförmchen, ein glitzerndes Fußkettchen mit einem rosafarbenen Stein, das bestens zum Hut mit dem rosa Blümchen passt und einen Schwimmreifen in Entenform. Sie nimmt auch den Schwimmreifen mit, denn wer weiß, vielleicht braucht sie ihn noch für irgendetwas, denkt Malgorzata. Sie bringt alles nach Hause und baut und mauert mit Eimerchen, Schaufel und Förmchen bis sie fertig ist. Schön ist es geworden mein Zuhause und ganz schön heiß ist mir geworden, denkt Malgorzata und schaut schwitzend auf ihr neues Zuhause. An der Ostseeküste war es nie so heiß, ganz im Gegenteil, sie ist diese tropische Hitze ganz und gar nicht gewohnt und zum ersten Mal beneidet sie die anderen, die sich wellenschaukelnd im Wasser tummeln. Ihr Blick fällt auf den Schwimmreifen mit Entenkopf. Sieht sicher lächerlich aus, ein Vogel braucht einen Vogel zum Schwimmen, was werden sich die anderen denken, überlegt sie. Kurz entschlossen nimmt sie den Schwimmreifen, setzt sich ihren Hut mit dem rosa Blümchen gegen die Sonneneinstrahlung auf und stolziert mutig in Richtung Strand. Eine kleine Abkühlung tut mir sicher gut und während sie in Richtung Wasser schlendert, denkt sie sich, dass sie bei so vielen bunten Vögeln mit Sicherheit nicht auffallen wird, legt den Schwimmreifen auf die Wasseroberfläche und setzt sich darauf.

 

Kurzgeschichte aus meinem Buch „Beonimus Rabenbein“ Klatsch und Tratsch

Gunther Bunt und Fidi Ralla

Auf einer Waldlichtung, im Erlenwäldchen nahe von Nürnberg, gehen die Arbeiten am neuen Musiktheater rasch voran. Frau Theaterdirektorin Hella von Wahnsinn hat vor einem Jahr das alte, schon sehr in die Jahre gekommene Theater übernommen und beschlossen, es auf den neuesten Stand zu bringen. So musste die Bühne vergrößert und im Zuge dessen ein neuer Schnürboden installiert werden. Minimum zehn verschiedene Bühnenbilder müssen abseits der Drehbühne, die ebenfalls neu gebaut wurde, möglich sein. Neue Scheinwerfer und Bühnentechnik sowieso. Und weil sie schon dabei ist, wurden auch noch die Zuschauertribünen erweitert und neue, mit goldenem Brokat überzogene Theatersessel besorgt und eingebaut. Ein Orchestergraben darf auch nicht fehlen, denn wenn man schon in der Nähe von Nürnberg ein Theater führen darf, sollte unbedingt auch die Möglichkeit für Opernaufführungen gegeben sein, meint Hella. Zwei Monate vor Eröffnung startet Hella von Wahnsinn einen Aufruf an alle Vögel des Waldes. Ein neuer Name muss gefunden werden, denn sie findet den alten Namen, Orpheum unterm Erlenbaum, ziemlich abgeschnabelt. In Verbindung mit einem Preisausschreiben, ist das auch die beste Werbung für das neue Musiktheater, denkt sich Hella, denn sie hat schon fast das gesamte Budget ausgegeben. So beauftragt sie den bekannten Countertenor Russel Nightingale, er beherrscht 260 unterschiedliche Zwitschertypen von benachbarten Vögeln, zum Wettbewerb aufzurufen. Als Gewinn winken zwei Eintrittskarten für die Neueröffnung und den Saisonstart. Gespielt wird natürlich standesgemäß „Die Meisterzwitscherer von Nürnberg. Hella von Wahnsinn hat eine Jury aus Vogelgrößen der Bereiche Werbung, Kunst, Kultur, Musik und Politik zusammengestellt. Auch der Vogelscharmeister, als großer Unterstützer des neuen Musiktheaters, darf dabei nicht fehlen. Im nahegelegenen Gemeindeamt können nun die Blätter mit den Vorschlägen abgegeben werden. Fidi Ralla und Gunther Bunt, zwei passionierte Theatergeher und beste Freunde, freuen sich schon auf das neue Musiktheater. Die letzten Lenze mussten sie immer zum Tannenwald fliegen, um neue Theater- und Musikproduktionen sehen zu können und der liegt doch eine gute Flugstunde entfernt. Das war immer sehr anstrengend und nervenaufreibend, denn auf der Strecke zwischen Erlen- und Tannenwald herrscht reger Flugverkehr. Sie freuen sich schon sehr, dass nun in ihrer Vogelgemeinde das neueste Theaterhaus entstehen wird. Nächtelang diskutieren die beiden bei Birkensprudel mit Schuss und Haselnussmakronen über den neuen Namen. Sie wollen unbedingt gewinnen und als Ehrengäste auf der Tribüne sitzen. Viktoriatheater, meint Fidi, das heißt in einer anderen Sprache, siegesreich, das würde doch passen. Gunther meint jedoch, dass Gloriatheater, das für Ruhm und Ehre steht, besser passen würde. So diskutieren die beiden Nacht um Nacht hin und her. Bald ist Fidis Birkensprudel mit Schuss aufgebraucht und so muss Gunther seine eiserne Reserve an Holundergärung aus seiner Vorratskammer holen, damit weiteren Diskussionen nichts im Wege stehen würde. Erst am Abend vor Annahmeschluss kommt ihnen die zündende Idee, mit der beide einverstanden sind. Am kommenden Morgen fliegt Gunther mit dem ausgefüllten Blatt zum Gemeindeamt und gibt es noch in letzter Minute ab. Nun müssen die beiden warten bis an der Anschlagtafel der Gemeinde der Gewinner bekanntgegeben wird. Täglich treffen sie sich nun auf einen morgendlichen Haselnussshake, den es auf Knopfdruck im Gemeindeamt zu holen gibt, und warten auf den Aushang. Eines Morgens ist es nun soweit. Fidi sieht schon beim Anflug auf das Gemeindeamt, dass ein neues Blatt aufgehängt wurde. Sie fliegt hin und Gunther, der von der anderen Seite ebenfalls am Anflug ist, denn er wohnt am linken Waldesrand, beeilt sich vor ihr dort zu sein. Fast zeitgleich treffen sie ein und blicken gespannt auf das Blatt. Fidi zwitschert laut vor, die Gewinner sind, taratata, Fidi Ralla und Gunther Bunt. Sie können ihren Augen fast nicht trauen und Gunther zwitschert es noch einmal laut vor. Irrtum ausgeschlossen, meint Fidi, wir haben gewonnen. Sie zwitschern weiter was darunter steht, dass in den nächsten Tagen die Eintrittskarten per Eilflugpost kommen werden und der Bürgermeister ihnen herzlich gratuliert. Augenblicklich fliegen die beiden zu Gunther nach Hause, um den Gewinn mit einem kräftigen Schluck Holundergärung Grand Reserve aus der Lese von vor zwei Jahren zu begießen. Noch zwei Tage bis zur Eröffnung und beide sind schon sehr aufgeregt. Endlich, heute ist der ersehnte Eröffnungstag. Beide putzen sich mächtig heraus und Gunther nimmt sogar sein Monokel mit, damit er alles besser sehen kann, meint er. Fidi weiß aber genau, dass es dafür nur einen Grund gibt, er will schick aussehen und dass da ein Monokel einfach dazugehört, hat ihr Gunther schon bei ihren ersten Theaterbesuchen erklärt. Beim Betreten des Theaters werden sie bereits von Frau von Wahnsinn und dem Vogelscharmeister in Empfang genommen und zu den Ehrensitzen in der vordersten Loge geleitet. Beide bekommen ein Glas prickelnden Espenlaubsaft auf einem Silbertablett serviert . Als alle ihre Plätze eingenommen haben, geht das Licht aus und ein Spot fällt auf die Loge, in der Fidi und Gunther aufgeregt ihr Prickelwasser schlürfen. Hella von Wahnsinn nimmt das Mikrofon, begrüßt ihre Gäste und stellt Fidi und Gunther als die Gewinner und die genialen Köpfe des neuen Namens vor. Der Vogelscharmeister überreicht den beiden die goldene Feder der Gemeinde und mit einem taratata geht der Spot aus und auf der Bühne erscheint der neue Name des Theaters in Leuchtbuchstaben „Opera Vogelsang an der Erle zu Nürnberg“. Heftiges Flügelschlagen im Saal, Spot auf Fidi und Gunther, die mit leicht geröteten Wangen, ob vor Erregung oder vom Prickelwasser weiß man nicht, sich verneigend vom Publikum beklatschen lassen. Der Spot geht wieder aus und das Orchester beginnt mit der Ouvertüre des ersten Aktes der Meisterzwitscherer von Nürnberg und mit Licht auf den knallroten Bühnenvorhang, geht dieser auf und das Stück beginnt.